Fischzucht im klaren Sennewasser

Beim Forellenkauf in der Weihnachtszeit kam dem Vorsitzenden der AG 60 plus Bruno-Heinz Weber die Idee: Ein Besuch mit einer erklärenden Führung wäre doch sicherlich auch etwas für die Monatsversammlung der Seniorinnen und Senioren.  Jetzt im Juli wurde die Idee bei der Hirschquellen-Forellenzucht in  Stukenbrock mit guter Beteiligung und unter strahlender Sonne verwirklicht. Fischwirt und Eigentümer Wolfgang Lindhorst-Emme begrüßte die große Besuchergruppe und führte launig und kompetent durch den Zuchtbetrieb. Im Zentrum seiner Ausführungen lag die Entwicklung des Betriebes gerade hier in der Senne. Sein Großvater entdeckte die besonders geeigneten Hirschquellen mit ihrem kristallklaren und keimfreien Wasser für die Aufzucht von Forellen in verschiedenen Unterarten. Über eigene Versuche und in Zusammenarbeit mit amerikanischen Züchtern gelangte er mit Akribie und Ausdauer zu der bevorzugten Züchtung von Regenbogenforellen mit der Betonung der Unterart „Filet“. Die Besucher erfuhren, dass die Regenbogenforelle eigentlich aus Amerika stammt und den heimischen Lachsarten und der Bachforelle bei der Beckenhaltung und Zucht wirtschaftlich überlegen ist. Bis zur Geschlechtsreife muss sie drei Jahre alt werden. Den laichreifen Weibchen werden dann die Eier per Hand aus dem Körper gedrückt und mit dem männlichen Rogen in Schalen zusammengeführt. In besonderen, kleinen Anzuchtbecken werden sie ausgesetzt und wachsen und reifen über die genannten drei Jahre in verschiedenen Becken wiederum bis zur Zuchtreife. Dazwischen lassen sich für den Verkauf in beliebiger Größe genügend Forellen abfischen. Deshalb unterhält der Betrieb viele Becken mit Besatz in unterschiedlichen Größen. „Die sind ja eingeteilt wie die Schüler in den Schulklassen“, bemerkte ein Besucher. Überall sprudelt und fließt das Wasser der Hirschquellen, die als „Pulderquellen“ auch auf dem Betriebshof aus der Tiefe aufsteigen. Sommers wie winters bleibt die Temperatur dabei gleich bei 9,5° C und ist wegen der Kälte beispielsweise für die Karpfenzucht ungeeignet. Das Tiefenwasser hat naturgemäß zu wenig Sauerstoff. Deshalb wird es bei der Zuführung in die Becken versprüht oder verwirbelt, um Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen. Die Besucher zeigten sich aufgeschlossen und interessiert und bestaunten besonders die gelben Forellen, die sich als Abart der Regenbogenforellen zunehmender Beliebtheit in Restaurants erfreuen. Beim gemütlichen Ausklang im „Check-in“ wurden die Informationen und Eindrücke weiter vertieft. Dabei klangen die Heimatliebe und ein gewisser Lokalstolz auf die wasserreiche Senne immer wieder an. Die nächste Unternehmung der AG 60plus Oerlinghausen führt am 17. August in das Freilichtmuseum Detmold.

Alte Freundschaft wieder aufgefrischt

„Wir freuen uns, euch zu sehen“ – „Wir haben uns sehr gefreut, euch wieder gesehen zu haben“. Zwischen diesen beiden Feststellungen der Vorsitzenden Klaus Butt und Bruno-Heinz Weber liegt ein unterhaltsamer, bildungspolitischer Nachmittag. Die beiden Arbeitsgemeinschaften 60plus aus Oerlinghausen und Ennigerloh bei Warendorf trafen sich zum 14. Male. Diese Treffen haben also schon Tradition und gehen auf eine Anregung des ehemaligen Stadtkämmerers Berthold Lülf zurück, der heute Bürgermeister in Ennigerloh ist. Die Oerlinghauser Gastgeber luden zunächst zu einem historischen Stadtrundgang unter der Begleitung der Stadtführerin Frau Müller. Im Schatten der imposanten Alexanderkirche erklärte sie die Bauphasen des stadtbildprägenden Gotteshauses und verwies auf die überörtliche Bedeutung des Kirchspiels in den letzten Jahrhunderten. Mit Verweisen auf die alten Kirch- und Leichwege führte sie zum alten Brunnen unterhalb  des Pfarrhauses und  zum heutigen Gasthaus Nagel. Hier vergrößerte sich die Gruppe bereits um interessierte Oerlinghauser Passanten, die erstaunt unbekanntes Geschichtswissen über ihre Stadt en passant erfuhren. „So eine Stadtführung sollte man mal mitmachen“, meinte ein Herr zu seinen Kindern. Unter dem abwechslungsreichen Eindruck ehrwürdiger, alter Bauten von Stadthotel, Gefängnis, Amtsgericht und Bürgerhaus erklärte Frau Müller die Vielfalt und Bedeutung von alten Mauern in Oerlinghausen. Die Gruppe zeigte sich angesichts der Begrünung und Pflanzenvielfalt an den trockenen Mauern tief beeindruckt über die Hartnäckigkeit der Natur. Weil die Gäste das Rathaus bereits kannten, ging es weiter zum Ceweco-Haus und durch den Weberpark zur Müllerburg. Dort hatten die Damen des Vorstandes und weitere Mitglieder der AG 60 plus eine reiche Kuchentafel gedeckt und baten zum Kaffee und zu  erfrischenden Getränken. Nach der notwendigen Erholung von dem für die älteren Besucherinnen und Besucher besonders anstrengenden  „Berg- und Talwandern“ wurden die Gespräche munterer und vertrauter.  Als die Strapazen vollends  vergessen waren, lud die Leiterin der Müllerburg zu einer  gern angenommenen Hausbesichtigung ein.  Als die Gruppe zurückkam, fanden sie das liebevoll vorbereitete Abendbuffet vor, das immer wieder gelobt wurde. Dabei ließ Rudi Doil einige großformatige Bilder von den Aktivitäten der Oerlinghauser AG kreisen, die unter anderen auch an den letzten Besuch in Ennigerloh erinnerten. „Wir haben uns bei euch wieder sehr wohl gefühlt“, meinte Klaus Butt und fügte den bereits oben erwähnten Satz an.  Im kommenden Jahr werden die AG Ennigerloh 20 Jahre und die gemeinsame Partnerschaft 15 Jahre alt, so dass  beide Arbeitsgemeinschaften besonderen Grund zum freudigen Wiedersehen haben.

Als  nächste Veranstaltung der AG 60 plus Oerlinghausen ist am 18. Juli der Besuch einer hiesigen Forellenzuchtanstalt vorgesehen. Weiter wird der Vorstand für die Helferinnen und  Oerlinghauser Mitglieder, die wegen der begrenzten Teilnehmerzahl  an der Altstadtführung nicht teilnehmen konnten, eine spezielle Stadtführung mit Frau Müller organisieren. Der Termin wird noch bekanntgegeben.

SPD Ortsverein Helpup ehrt 5 langjährige Mitglieder

Im Gasthaus Waldhecker / Restaurant Mykonos in Helpup fand am 27.06.2017 eine öffentliche Mitgliederversammlung des SPD- Ortsvereins Helpup statt.

An dem Abend wurden fünf Mitglieder des Ortsvereins für langjährige SPD Mitgliedschaft geehrt.

Gerda Bunte für 70 Jahre, Georg Bergmann für 40 Jahre sowie Dieter Schalhorn, Hans- Günter Jaecks und Andreas Berkemeier für jeweils 25 Jahre.

Leider konnte Gerda Bunte nicht persönlich dabei sein, aber die Urkunde wurde Ihr zu Hause überreicht.

Persönlich gratulieren konnten Henning Welslau, Vorsitzender der SPD- Kreistagsfraktion und Bundestagskandidat für den Wahlkreis Lippe I, und Angela Paporovic, Ortsvereinsvorsitzende der SPD Helpup, den anderen vier Mitgliedern.

Von den 105 Jahren, die der Ortsverein bereits besteht, hat Georg Bergmann 40 Jahre maßgeblich mitgeprägt. Georg Bergmann ist nicht nur im Vorstand des Ortsvereins Helpup, sondern auch mit viel Herzblut im Vorstand der SPD- AG 60 Plus tätig.

Dieter Schalhorn war bis 2016 14 Jahre Vorsitzender des Ortsvereins. So lange wie niemand zuvor. Aus eigenem Wunsch wollte er nicht mehr für weitere zwei Jahre kandidieren, was mit großem Bedauern aber auch mit Verständnis aufgenommen wurde.Von 1994- 2004 war Dieter Schalhorn auch Ratsmitglied in der Stadt Oerlinghausen und bis zum jetzigen Tag, sachkundiger Bürger in der Fraktion, Beisitzer im Stadtverbandsvorstand und Schriftführer im Ortsverein Helpup.

Eine weitere tragende Säule des Ortsvereins Helpup ist Hans- Günter Jaecks, der ebenfalls von 1994- 1999 Ratsmitglied war. Heute ist Hans- Günter Jaecks als Beisitzer im Ortsverein Helpup und im Vorstand der SPD- AG 60 Plus tätig.

Andreas Berkemeier ist nach Jahren als sachkundiger Bürger in der Fraktion seit der letzten Kommunalwahl Ratsmitglied, stellvertretender Kassierer im Stadtverbandsvorstand und auch stellvertretender Kassierer im Ortsverein.

Geehrt wurden alle mit einer Urkunde und einem kleinem Präsent.

Henning Welslau für den Bundestag – der SPD-Kandidat stellte sich vor

Im Anschluss nutzte Henning Welslau die Mitgliederversammlung, um sich und seine politischen Schwerpunkte mit Blick auf die Bundestagswahl vorzustellen.

Ganz vorn für den 40-jährigen aus Lockhausen sind die Themen Rentenpolitik und

Steuergerechtigkeit. Ein weiterer wichtiger Punkt für Ihn ist, die Kommunalfinanzen deutlich zu stärken. Direkt anschließend stellte sich Henning Welslau einer regen Diskussion, in der auch kritisch hinterfragt wurde.

Erfreulich aus Sicht des Ortsvereins Helpup war auch, dass einige Bürger aus Helpup und Oerlinghausen die öffentliche Einladung genutzt haben, sich ein unmittelbares Bild davon zu machen, für welche Themen Henning Welslau sich in Berlin stark machen möchte.

SPD-Senioren erkundeten die Spargel- und Erdbeererzeugung

Die meisten Menschen essen lieber Spargel als sich für dessen Gewinnung zu interessieren. Um dem entgegenzuwirken, hatte Bruno-Heinz Weber, der Vorsitzende der AG 60plus, einen entsprechenden Ausflug organisiert. Trotz des heißen Wetters fand sich eine überschaubare Gruppe auf dem Spargelhof der Familie Springensguth in Verl ein. Dort erfuhr sie, wie viel Mühe und Erfahrung für jede Stange Spargel nötig sind.  

Die interessierte Gruppe von Seniorinnen und  Senioren der AG 60 plus SPD Oerlinghausen  wurde aber zu deren großer Überraschung vom Eigentümer zunächst mit dem Erdbeeranbau vertraut gemacht. Die Besucher lernten, wie heute Erdbeeren in einem neutralen, also keim- und nährstofffreien Steinwollbett leben, wo diesen die Nahrung als Flüssigkeit mit wohldosierten und lebensnotwendigen Mineralien zugeführt wird. Auf diese Weise können neue Erdbeerpflanzen, die künstlich im Winterschlaf gehalten wurden, über die gesamte Sommerzeit zeitversetzt gepflanzt und geerntet werden.

Doch das Hauptinteresse der Besucher  galt dem Spargel. Der frisch vom Feld angelieferte Spargel wird zunächst gewaschen und gekühlt. Durch die Kühlung wird die tägliche Ernte bedarfsgerecht  für die  weitere Verarbeitung vorbereitet. Eine Sortiermaschine prüft und sortiert in Güteklassen und schneidet auf Standardlänge. Nun wird der Spargel kurz erwärmt; denn  die erwärmte Haut lässt sich besser abschälen. Die Schälmaschine erfasst mit ihren 16 Messern  die komplette Stange, so dass später  keine zähe Haut auf den Tellern landen kann. Der Hof Springensguth beschäftigt sich auch mit der Zucht von neuen Spargelpflanzen, die hauptsächlich über das Internet vertrieben werden. Ein Gang durch den eigenen Hofladen verführte zu manchem Kauf der absolut frischen Ware.

Den Ausklang bildete eine gemütliche Kaffeerunde in der Bauernhofgaststätte „Op de Limeke“, wo ein Gewerkschaftsvertreter die Gruppe über die anstrengende Arbeit der vornehmlich polnischen Saisonkräfte informierte. Deren Situation habe sich erfreulicherweise durch die von der SPD durchgesetzte Mindestlohnregelung verbessert.

Die nächste Veranstaltung der  SPD-AG 60 plus am 23.6.17 ist einer historischen Stadterkundung in Oerlinghausen mit der befreundeten AG aus Ennigerloh gewidmet.

SPD-Senioren erkunden Haus Neuland

Alte Erinnerungen werden wach

Beim Besuch des „Hauses Neuland“ durch die AG 60plus der Oerlinghauser SPD hatten es sich einige wenige Teilnehmer nicht nehmen lassen, den Weg dorthin mit einer  kleinen Wanderung zu verbinden. Bruno-Heinz Weber, der Vorsitzende der AG 60plus, hatte diese Erkundung über seine Kontakte zu Peter Heepmann, dem ehrenamtlichen Stadtverbandsvorsitzenden der SPD Oerlinghausen, organisiert.

Peter Heepmann begrüßte die insgesamt 26-köpfige Gruppe aber in seiner Eigenschaft als Verwaltungsleiter der Einrichtung und gab einen kurzen Überblick über die Geschichte des Hauses. Begonnen hatte alles 1931/32 mit Zeltlagern der sozialistischen Arbeiterjugend. Ein Zeltdorf nannte sich „Neuland“ - daher der Name der heutigen Einrichtung. Unterbrochen durch die Nazi-Zeit, konnten die „Falken“ aber bereits 1947 wieder an die Anfänge anknüpfen. 1949 wurde als erstes festes Gebäude das heutige „Lila Haus“ eingeweiht, jetzt ein Selbstversorgerhaus. Mit Hilfe von Landes- und Bundesmitteln konnten weitere Baumaßnahmen erfolgen. Verbunden mit Veränderungen in der inhaltlichen Ausrichtung entwickelte sich „Neuland“ zur größten politischen Bildungsstätte für Jugendliche in NRW.

Ilse Lindau, ehemalige Mitarbeiterin der Einrichtung seit den 60er Jahren, später dann Geschäftsführerin, konnte aus ihrer aktiven Zeit noch einiges hinzufügen. Eine andere Teilnehmerin berichtete lebhaft von einem großen Sommerfest der OWL-SPD mit Willy Brandt in den 70er Jahren als Hauptredner: „Das war für mich das größte Ereignis auf Neuland.“

Nach dem gemeinsamen, von allen gelobten Mittagessen in „Hermanns Küche“, die seit einiger Zeit in Eigenregie im Haus Neuland geführt wird, erfolgte noch ein Gebäuderundgang mit Einblick in einzelne Übernachtungszimmer, Seminarräume und den großen Versammlungsraum. Das Haus ist mit Gruppen gut ausgelastet, bietet aber auch für Privatpersonen Übernachtungs- und Speisemöglichkeiten. Gut informiert mit vielen Eindrücken begaben sich die Teilnehmer wieder zurück nach Oerlinghausen.

Als nächste Veranstaltung der SPD-AG 60plus findet das traditionelle Jahresabschlussessen am 9. Dezember 2017 ab 17.30h im Gasthaus „Waldhecker“, Oerlinghausen-Helpup, Bahnhofstr. 85 statt. Dabei sollen auch Vorschläge für das Jahr 2017 gesammelt werden.

AG 60 plus Oerlinghausen im Briefverteilzentrum Herford

Einen Brief zu schreiben ist eine Sache  – einen Brief zum Ziel zu befördern, die andere!

Das Befördern ist Sache der Post. Das wissen wir alle! Aber wie arbeitsreich und kompliziert die Beförderung ist, davon konnten sich die Seniorinnen und Senioren der SPD AG 60 plus beim Besuch des Briefverteilzentrums Herford überzeugen. Der erste Eindruck, der sich Besuchern aufdrängt, sind die Ausmaße der großen Betriebsanlage und das Gewirr von Laufbändern mit gelben Kisten darauf. Mit einem genaueren Blick erkennt man schnell drei unterschiedliche Größen von Containern und bald auch die darin befindlichen  verschiedenen Formate, Größen, Verpackungen und Dicken der sogenannten Briefpost.  Als Postbenutzer macht man sich selten Gedanken, wie viele unterschiedliche Postsendungen durch die Variation der angebotenen Maße und Gewichte zusammenkommen und täglich bearbeitet werden müssen. Dazu dienen große, computergesteuerte Maschineneinheiten, die zunächst sortieren und fraktionieren, die Postleitzahl einlesen und dann das Postgut entsprechend weiterleiten. Die überall versteckten Computer „lesen“ und speichern die Informationen und steuern die weiteren Maschinen und Laufbänder, bis der entsprechende Kasten mit der richtigen Postleitzahl vorbeirauscht und der Brief hinein fallen kann. Nur selten müssen Mitarbeiter eingreifen, weshalb man auch nur wenig Personal sieht. Dennoch zählt die Post mit ihren rund 500 Mitarbeitern zu den großen Arbeitgebern in Herford. Sie werden oft mit weiteren Abrufkräften für Stoßzeiten wie Weihnachten oder Wahlen im Dreischichtbetrieb gebraucht. Die in zwei Besuchsgruppen aufgeteilten Gäste aus Oerlinghausen kamen aus dem Staunen und Fragen nicht heraus! In den kurzweiligen zwei Stunden wurden dank eingehender Erklärungen auch die Postanlieferung und der Zeitdruck für die Auslieferung angesprochen. Neu für alle Teilnehmer war, dass die Postsendungen bereits  im Briefverteilzentrum so engmaschig sortiert werden, wie sie die rund 1250 Briefzusteller in der Leitregion 33 in ihren Zustellbereichen „laufweggerecht“, also taschengerecht benötigen. Dagegen war für die Begleiter neu, dass das so wichtige Postleitzahlsystem von dem Oerlinghauser Tischlersohn Carl Bobe 1917 vorgeschlagen und in ihrer ersten Form 1941 eingeführt wurde. Der Erfinder der Postleitzahl ahnte damals natürlich nicht, inwieweit sein Organisationsvorschlag die Postzustellung revolutionieren und beschleunigen sollte. Tief beeindruckt und gedankenvoll verließen die Besucher die Abendveranstaltung.

Celle ist eine Reise wert

Trotz vorhergesagter großer Hitze fanden sich alle 45 Teilnehmer pünktlich zur Fahrt der SPD-AG 60 Plus im klimatisierten Bus nach Celle ein. Hier begann eine informative Reise in die Vergangenheit mit einer Führung durch das Celler Schloss. Dort beeindruckten besonders das im Jahre 1674 gegründete und noch heute genutzte Schlosstheater sowie die berühmte Schlosskapelle. Sie zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der Renaissancekunst in Norddeutschland. Der bereits im 15. Jahrhundert gegründete Sakralbau wurde bald nach der Reformation, etwa zwischen 1565 und 1576, im Auftrag des Herzogs Wilhelm des Jüngeren völlig neu ausgestattet. Er verband somit auf individuelle Weise protestantische Frömmigkeit und fürstlichen Repräsentationswillen.  

Zu Erfrischung und Stärkung führte der Vorsitzende der AG 60 plus Bruno–Heinz Weber als gebürtiger Celler in das „heimliche Rathaus“, die Traditionsgaststätte von 1842 „Schweineschulze“. Das urige Ambiente und die deftigen, schmackhaften Gerichte zum Sattwerden mundeten ebenso wie die gepflegten Getränke. Danach luden zwei Stadtführer zum Rundgang durch die pittoreske Altstadt, wo Stadtbesucher über 400 Fachwerkhäuser bestaunen können.  Mit Sachkenntnis und Einfühlungsvermögen hoben die Stadtführer wesentliche Baumerkmale und Besonderheiten zurückhaltend hervor, ohne sich im Detail zu verlieren. Dies gilt auch für den Blick in die  Stadtkirche St. Marien mit ihrer bedeutenden Barockorgel aus dem Jahre 1687.   

Den Abschluss bildete ein ungebundener Gang durch die Innenstadt mit ihren offenen Cafés und besonderem Flair, wo in kleinen Gruppen einhellig festgestallt wurde: „Das hier ist eine Reise wert“.

 

Gelungener Sommerausflug von 60 plus Oerlinghausen

„Das nenne ich eine perfekte Organisation nach diesen vielen nasskalten Tagen!“ So oder ähnlich lobten die Teilnehmer auf der durchsonnten Fahrt der SPD-AG 60 plus zum Schiedersee und zum Blaudruckcafé den Vorstand und den Organisator Rudi Doil. Klarer Himmel und strahlender Sonnenschein begleiteten das erste Ereignis, die gemeinsame Bootsfahrt auf dem Schiedersee. Mit konzentrierten Informationen des Kapitäns zum Schiedersee mit seinen baulichen Veränderungen in den letzten zwei Jahren konnten alle Teilnehmer die ruhige Fahrt genießen. Nach der Schifffahrt brachte sie der Bus zum Blaudruckcafé Klusmann in Schwalenberg. Dort wartete auf sie eine liebevoll gedeckte Kaffeetafel in den kühlen Räumen mit dem besonderen Ambiente eines alten und gekonnt renovierten Bauernhauses.

Nach der Stärkung an den hochgelobten Torten der Hausherrin und Hauswirtschaftsmeisterin  Klusmann erklärte sie das Verfahren der Blaudruckherstellung. Sie zeigte an den alten Handwerkszeugen sowie mit ausgewählten, fertigen Beispielen  wie viel Können und Arbeitsleistung nötig sind, um beispielsweise eine Tischdecke zu bedrucken. Erst jetzt wurde den Teilnehmern voll bewusst, mit welchen Unikaten und Werten  bei Gardinen und  Blaudrucktischdecken Haus und Kaffeetafel versehen waren. „Für ein fertiges Blaudrucktuch sind 27 Arbeitsschritte nötig, von der Aussaat des Flachses bis zum endgültigen  Auswaschen und Bügeln“, betonte Frau Klusmann. Anschließend fand die kleine Verkaufsausstellung rege Beachtung und Zuspruch.  Zum Abschluss ergingen sich alle mit viel Staunen und Bewundern im parkartigen Bauerngarten. Seine Lauben und Nischen luden zum Verweilen ein. Doch allzu viel Zeit blieb den Oerlinghausern nicht, denn auf 18.00 Uhr war die Rückfahrt angesetzt.  „Das war ein schöner Tag“, freuten sich insbesondere die Teilnehmerinnen.

Die nächste Veranstaltung der AG 60 plus wird eine Ganztagsfahrt nach Celle am 13. 9. 2016  sein. Dafür sind noch Plätze frei (Tel.: 71481).

Rauchmelder retten Leben

SPD-AG 60 plus informiert sich aus erster Hand

35 Seniorinnen und Senioren waren bei der Freiwilligen Feuerwehr Oerlinghausen zu Gast und informierten sich über die Wichtigkeit von Rauchmeldern in Wohnungen und Häusern. Ab 2017 sind solche stillen Retter in allen Wohnungen Pflicht.  Nicht nur deshalb ist es ratsam, Rauchmelder vorzuhalten. Mit einer Powerpointpräsentation verdeutlichte Detlev Schewe als Fachmann aus Leopoldshöhe, wie tödlich und schnell wirkend Rauchgase sind. „Brandrauch ist immer giftig; der dritte Atemzug ist schon tödlich“. Die meisten Brandtoten sind in Wirklichkeit rauchvergiftete Personen. Oft werden sie im Schlaf überrascht, wie die Statistik beweist. Tagsüber brechen 65% aller Brände aus, nachts sind es 35%. Bei den Totenzahlen ist das Verhältnis umgekehrt! Unter reger Beteiligung der Anwesenden wurden die häufigsten Brandursachen wie Defekte an elektrischen Geräten, offene Feuerstellen (besonders an Weihnachten), Rauchen im Bett, unsachgemäßer Gebrauch von Spraydosen und zündelnde Kinder genannt. Auch dazu erhielten die Seniorinnen und Senioren Kenntnis von beeindruckenden Erfahrungen der Feuerwehrleute. Gastgeber und Feuerwehrleiter Thomas Kronshage betonte, dass eine Schaumstoffmatratze bereits nach 2 Minuten lichterloh brenne und in 4 Minuten einen Totalbrand auslöse. „Der gestiegene Kunststoffanteil in den uns umgebenden Gegenständen hat die alte Regel von maximal 10 Minuten Rettungszeit völlig über den Haufen geworfen“, meinte er. Und weil der Qualm immer das Gefährlichste beim Wohnungsbrand sei, gelte es, sofort ins Freie zu flüchten und dann Hilfe zu organisieren.

Selbstverständlich interessierte die Besucher auch der sogenannte Gerätepark. Allerdings sind wegen des derzeitigen Erweiterungsbaus die meisten Einsatzfahrzeuge ausgelagert. Aber der Großleiterwagen und ein Spezialeinsatzfahrzeug beeindruckten mit Größe, Leistungszahlen und ihrer Ausstattung. Ein gemütliches Kaffeetrinken, das die SPD-Frauen Doris Letmathe, Erika Obermark und Ruth Breuer mit selbstgebackenem Kuchen vorbereitet hatten, bildete den Abschluss. Bruno Heinz Weber bedankte sich als Vorsitzender der AG 60 plus mit der Hoffnung, dass „alle den wichtigen Ratschlägen folgen“.

Die nächste Veranstaltung der AG 60 plus findet am Donnerstag, dem 18.8. 2016 statt und verbindet Freizeitfreude und Kunsterlebnis.

Alte Verbundenheit neu belebt

AG 60 plus zu Gast bei den langjährigen Freunden in Ennigerloh

„Wir wollen euch heute einen wesentlichen Baustein der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung unserer Gemeinde vermitteln“, so begrüßte Klaus Butt, Vorsitzender der AG 60 plus Ennigerloh, die befreundete AG aus Oerlinghausen im „Beckumer Zementmuseum“. Hier, in diesem ehrenamtlich geführten Heimatmuseum, wird das „Beckumer Zementrevier“ liebevoll und detailreich erschlossen. Ennigerloh gehört mit seiner bedeutenden Zementindustrie dazu. Bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts florierten dort 30 Betriebe. Heute gibt es nur noch drei. Mit persönlicher Hingabe und Anekdoten aus dem eigenen langjährigen Berufsleben begleiteten die beiden „Zementer“ Werner Haverbeck und Uli Lutterbeck die Oerlinghausener Besuchergruppe. Sie berichteten von der Blütezeit der bäuerlich geprägten, örtlichen Zementwerke, über deren Niedergang in den Jahren der Ölkrise, bis zur heute durch überregionale Konzerne beherrschten Großindustrie. Dank der Erläuterungen und Demonstrationen an Ausstellungsmaschinen und Modellen lernten die sehr interessierten Gäste die wirtschaftliche Bedeutung des Zements kennen. „Ohne Zement kein Neubau, erst recht kein Beton!“, so Werner Haverbeck. Im Museumslabor erklärte Uli Lutterbeck, wie notwendig und erfolgreich geforscht und gemessen wird und wurde, um zu einer  umweltverträglichen Zementherstellung zu gelangen. „Die Dreckschleudern von einst gehören der Vergangenheit an“. Zur Abrundung der Informationen und Eindrücke führte Klaus Butt die Gruppe auf einen Aussichts- und Beobachtungspunkt am beliebten Radwanderweg  „Zementroute Beckum“. Dort schaut man nicht mehr in die riesigen Löcher und Wunden, die der Abbau des grundlegenden Kalksteins hinterließ. Große Seen und Feuchtbiotope mit seltenen Tieren und Pflanzen der Roten Artenschutzliste oder wieder landwirtschaftlich genutzte Flächen prägen das Bild.

Den Abschluss der Besuchsreise bildete das vertraute gemütliche Beisammensein als Grillfest, wo die seit 2003 bestehende Partnerschaft bestärkt wurde. „Ihr habt uns wieder mit einem großartigen Tag überrascht. Wir werden uns im kommenden Jahr in Oerlinghausen ebenfalls sehr  anstrengen müssen“, meinte Bruno-Heinz Weber bei seiner Gegeneinladung für 2017.

Die nächste Veranstaltung der AG 60 plus dient der Erkundung der örtlichen Feuerwehr am 12. Juli.

Großes Politikinteresse und informativer Nachmittag

SPD unterwegs in Helpup und bei der Fruchtsaftkelterei Wernicke

Mehr als 40 Teilnehmer folgten der Einladung der SPD (Ortsverein Helpup und AG 60 plus) zu einem Schnatgang durch die neuen Baugebiete in Helpup. Die Vorstandsmitglieder der AG 60 plus Georg Bergmann  und Wilfried Watermann  führten die Gruppe abseits der Bahnhofstraße in Oerlinghausens größtes Bau-Entwicklungsgebiet. Dort sahen sie die zahlreichen neu entstandenen schmucken Häuser, die weitgehend altengerecht und damit zukunftsweisend erstellt wurden. Mit Bauamtsleiter Holthöfer, der für Fachfragen zur Verfügung stand, wanderten sie über die im Bau befindlichen  Erschließungsstraßen. Dieser  beantwortete alle Fachfragen zur weiteren Wegeführung und Verkehrsberuhigung.  Für die Teilnehmer, die nicht in Helpup wohnen, waren die Straßenbezeichnungen vom Hörensagen bekannt. Nun erwanderten sie auch deren Lage und begriffen den  Namen „Auf der Neustadt“  in  erweitertem  Sinne.

„Ich hätte nicht gedacht, dass hier in Helpup so viel los ist“. Diese Aussage hörten die Organisatoren öfters. Die meisten Teilnehmer stellten unumwunden fest: „Hier in Helpup kann man wirklich gut wohnen, und der Weg zu den Lebensmittelmärkten  ist nicht weit“.  Auch dem Neubaugebiet an der „Mühlenstraße“ auf der anderen Seite der Bahnhofstraße stattete die Gruppe einen kurzen Besuch ab.

Bei mildem, teils sonnigem Wetter war die Erkundung für die Senioren anstrengend, aber lohnend. Da traf es sich gut, dass als Abschluss die Besichtigung der  Fruchtsaftkelterei Wernicke vorgesehen war. Dort lud die Eignerfamilie zunächst zu einem köstlichen Umtrunk mit Rharbarberschorle ein. „Wir dachten, dass Sie nach dem Gang durch die staubigen Neubaugebiete eine kleine Erfrischung gebrauchen könnten!“ Nach dieser freundlichen Begrüßung schloss sich eine  Betriebserkundung an. Ein kurzer Film aus der „Aktuellen Stunde des WDR“ vertiefte das Verständnis für die betrieblichen Abläufe. „Dass Sie so einen großen Betrieb haben, hätte ich nicht gedacht“, hob Bruno-Heinz Weber in seinem abschließenden Dank hervor. „Ja, in unseren Tanks können wir mehr Saft lagern als das Helpuper Bad an Wasser fassen kann“, entgegnete der Juniorchef Matthias Wernicke mit ein wenig Stolz.

Die nächste Veranstaltung führt am 9. Juni als Gegenbesuch zur befreundeten AG 60 plus nach Ennigerloh.

AG 60 plus im größten Computermuseum der Welt

Historisch aufschlussreicher Besuch der Sonderausstellung zur Bedeutung von Frauen in der Entwicklungsgeschichte des Computers

Die SPD-AG 60 plus Oerlinghausen hatte zur Ausstellung „Am Anfang war Ada – Frauen in der Computergeschichte“  ins Heinz-Nixdorf-MusumsForum geladen und 26 Seniorinnen und Senioren folgten der Einladung offen und erwartungsvoll. Aber welche Rolle haben Frauen in der rasanten Entwicklungsgeschichte der Rechenmaschinen und des Computers gespielt?  Eigentlich vermutet man Technik und Computerwesen  zur Männerdomäne gehörend.

In der einstündigen Führung und Anleitung von Frau Terbrak, die der Gruppe bereits vom Besuch der Bielefelder Kunsthalle bekannt war, mutierten sie schnell vom Saulus zum Paulus!   Frau Terbrak verschwieg nicht, dass auch heute noch die Entwicklung der Computer und Elektronik von Männern dominiert wird. Doch erhalten die Leistungen einzelner Pionierinnen der in der Ausstellung erwähnten Frauen unter Einbeziehung der gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnisse der jeweiligen Zeit ein besonderes Gewicht. So ist die Namensgeberin der Sonderausstellung Ada Lovelace, Tochter des berühmten romantischen Dichters Lord Byron, ein Musterfall für die emanzipatorische und selbstbewusste Überwindung von Konvention und Zeitgeist. Von aufgeschlossenen Eltern unterstützt, schrieb sie das erste Computerprogramm der Welt. Neben Ada und weiteren Pionierinnen der Software bis zur ersten Informatik-Professorin in Deutschland werden besonders die Tausende von Frauen gewürdigt, die im zweiten Weltkrieg in England und Deutschland enorme Rechenleistungen für die Kriegsforschung und Spionage erbrachten. Dieser Schwerpunkt führte zu lebhaften Diskussionen, weil die Besuchergruppe wegen ihres Alters über eigene Erfahrungen aus Krieg und Nachkriegszeit verfügen. So berichteten besonders die Teilnehmerinnen von ihrer Arbeit mit Lochstreifen und Lochkarten, die ersten weitverbreiteten Speichermedien zur Steuerung von Maschinen. Insgesamt empfand die  Gruppe die Unternehmung  als  lohnend und anregend. „ Ich hätte nicht gedacht, dass so wesentliche Beiträge zur Computergeschichte gerade von Frauen erbracht wurden“, meinte zum Beispiel der Vorsitzende Bruno Heinz Weber.

PD AG 60 plus Oerlinghausen im Schloss Detmold

Unerwarteter Zuspruch zu einer Schlossführung in der engeren Heimat

„Mit so vielen Teilnehmern haben wir im Vorstand nicht gerechnet. Deshalb können wir den Teilnehmerbeitrag um einen Euro senken“. Mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende Bruno Heinz Weber die Fahrt zum Detmolder Schloss. Es zeigte sich sehr schnell, dass die meisten das Schloss in der engsten Heimat gar nicht  oder nur „sehr lange zurückliegend“ von innen kannten. „Ich war hier zuletzt als Schulkind und habe immer einen Besuch vorgehabt. Aber in der nächsten Nähe schiebt man dies vor sich her“. Ein mehrfach gehörter Ausspruch! In zwei Gruppen von jeweils über 20 Besuchern glitten die Teilnehmer mit ihren großen Filzpantoffeln durch die fürstlichen Räume und Säle. Jeder Raum bot besondere Eindrücke und Stilrichtungen. Allen fiel schnell die  liebevolle Erhaltpflege und von historischer Verantwortung getragene Schonung der Möbel, Artefakte und vor allem wertvollen Großvasen auf. Das Schloss ist ein Beispiel für nachhaltige und über Generationen hinweg betriebene Bau- und Kunsterhaltung. Wenn auch die meisten Daten und Namen schnell vergessen werden – der Besuch war allemal lohnend. Zeigte er doch im Schnellgang die enge Verflochtenheit des lippischen Fürstenhauses mit dem Land und die heutige Bedeutung für die Stadt Detmold. Der Besuch fand seinen Abschluss in einem nahegelegenen Café bei detailreichen und in der Geschichte Lippes grabenden Gesprächen. Als verantwortlicher Organisator aus dem Vorstand der AG 60 plus erfuhr Friedhelm Bröker dabei reichen Dank und Zuspruch für seine Initiative.

Jahreshauptversammlung des SPD Ortsvereins Oerlinghausen

Daniel Schollmeyer
Daniel Schollmeyer

In großer Einmütigkeit wählt die SPD Oerlinghausen einen neuen Vorstand

„Unsere Geschlossenheit und Gestaltungskraft zeigt sich auch in diesem Wahlergebnis; alle Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimmen gewählt“. Mit dieser Feststellung übernahm der neue Vorsitzende Daniel Schollmeyer gern das herausfordernde Amt. Er stützt sich auf einen Vorstand mit neuen und erfahrenden Mitgliedern. Peter Heepmann wurde zu seinem Stellvertreter gewählt. Kassierer blieb Bruno-Heinz Weber, sein Stellvertreter ist Patrick Bockwinkel, neuer Schriftführer wurde Rudi Doil, den Susanne Schellhase vertritt. Timm Miersch gehört dem Vorstand als Beisitzer an.

Der langjährige Vorsitzende Jens Hartmann kandidierte aus beruflichen Gründen nicht wieder. Schollmeyer würdigte dessen einsatzfreudige und konsequente Parteiführung. Die Genossinnen und Genossen unterstrichen diese Worte durch langen, ehrenvollen Beifall.

Wegen seines fortgeschrittenen Alters verzichtete das Oerlinghausen Urgestein der SPD Horst Steinkühler auf eine erneute Kandidatur. Doch wird er als „beratender Beisitzer“ dem Vorstand weiter zur Seite stehen.Seine umfangreiche und über 60 Jahre währende, erfolgreiche politische Tätigkeit führte ihn bis in höchste politische Ämter. So war Steinkühler Mitglied des Landtages , Bürgermeister und Vorsitzender des SPD-Parteibezirks Lippe. Daniel Schollmeyer ehrte ihn, indem er ihm eine gedruckte und gerahmte Fassung des Eintrags in Wikipedia über den „Politiker Horst Steinkühler“ überreichte. „Ich wusste gar nicht, dass ich da erwähnt werde. Diese Urkunde findet einen würdigen Platz neben meinem Meisterbrief“ (als Weber), erwiderte Steinkühler sichtlich beeindruckt.

Jahreshauptversammlung des SPD Ortsvereins Helpup

der neue Vorstand des SPD-Ortsvereins Helpup:
von links Dieter Schalhorn, Angela Paporovic, Volker Neuhöfer, Kai Schwickert, Wilfried Watermann, Rosi Nädler, Georg Bergmann, Birgit Ehlke, Jens Moog, Hans-Günter Jaecks (Ilona Wenske fehlt auf dem Foto)

 

 

 

Im Gasthaus Waldhecker/Restaurant Mykonos in Helpup fand am 24.02.2016 die Jahreshauptversammlung der Helpuper SPD statt. Dabei wurde auch der Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt. Die neue Vorsitzende heißt Angela Paporovic. Sie wurde einstimmig von allen anwesenden Mitgliedern gewählt.

Der bisherige Vorsitzende Dieter Schalhorn, der als Gast anwesende SPD-Stadtverbandsvorsitzende Peter Heepmann und alle Mitglieder gratulierten Angela Paporovic zu ihrer neuen Aufgabe und wünschten ihr viel Erfolg.

Dieter Schalhorn hatte nach 14 Jahren nicht erneut für den Vorsitz kandidiert. Der stellvertretende Vorsitzende Volker Neuhöfer dankte ihm im Namen des Ortsvereins für die geleistete gute Arbeit und hob hervor, dass die SPD in dieser Zeit ihren Erfolg bei Wahlen steigern konnte.

Weiterhin im Amt sind die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, Rosi Nädler und Volker Neuhöfer. Für die Kasse verantwortlich ist wie bisher Jens Moog, seine Stellvertretung übernimmt Andreas Berkemeier. Dieter Schalhorn übernimmt die Schriftführung. Dabei wird er vertreten von Ilona Wenske. Den Vorstand komplettieren als Beisitzer Georg Bergmann,Birgit Ehlke, Hans-Günter Jaecks, Kai Schwickert und Wilfried Watermann.

In der Rückschau auf das vergangene Jahr stand noch einmal der überwältigende Erfolg von Dirk Becker bei der Bürgermeisterwahl im Mittelpunkt. Auch die Wahl von Axel Lehmann zu Landrat war ein wichtiger Wahlerfolg der SPD insgesamt.

Da im Jahr 2016 keine Wahlkämpfe zu bestreiten sind, werden Helpuper Themen im Mittelpunkt der politischen Arbeit des Ortsvereins stehen. Der neue Vorstand wird dies vorbereiten.

AG 60 plus in der Sonderausstellung zur „Holter Eisenhütte“

Die SPD-AG 60 plus eröffnete ihr  Jahresprogramm 2016  mit einem eher unspektakulären Museumsbesuch. Die Ausstellung zur Entwicklung und regionalen Bedeutung der Holter Eisenhütte in den beiden letzten Jahrhunderten im Historischen Museum der Stadt Bielefeld war den Seniorinnen und Senioren hochwillkommen und recht erinnerungsreich. Sie alle kannten aus eigenen Kindheitserinnerungen die generelle Ofenheizung, waren zum Beispiel mit den Herdringen vertraut und freuten sich über die gezeigten individuellen Einrichtungen an den Öfen zum Erwärmen der Plätteisen oder eines Heißwasservorrats.

 „So eine Kaffeeröstpfanne habe ich oft drehen müssen!“ Mit dieser Bemerkung erinnerte sich ein Teilnehmer an innige Tage bei seiner Oma. Unter der engagierten und kompetenten Führung von Friedrich Dransfeld, dem Vorsitzenden des Vereins  „Industriemuseum Schloß Holte - Stukenbrock“, erfuhr die Gruppe an Hand von Bildern, Transparenten und einer  automatisch laufenden Diashow eine Menge über den ungewöhnlichen Unternehmer Friedrich Ludwig Tenge. Dessen Lebensleistung ist zutiefst mit unserer näheren Heimat verbunden, auch mit Oerlinghausen. Er gründete nicht nur die Holter Eisenhütte, die bedeutendste Industrieansiedlung in unserer Region. Der Firmengründer hatte eine bewegte Lebensgeschichte aufzuweisen und muss für seine Zeit als sehr risikobereit und weitblickend gesehen werden. Er kam als Osnabrücker über Montpellier, Göttingen und Heidelberg nach Oerlinghausen auf das Gut Niederbarkhausen. Dort errichtete er eine Essigsiederei, eine Weizenmühle und eine Töpferei, zuletzt sogar ein Kohlebergwerk. Er erwarb das Gut Dalbke und errichtete dort eine Papierfabrik. Im Jahre 1820 kaufte er das Domänengut Holte und gründete hier ab 1840 in unmittelbarer Nähe zum Schloss die Holter Eisenhütte zur Verhüttung der in der Region vorkommenden Raseneisenerze. 

Die 1842 in Betrieb genommene Hütte war die erste große metallverarbeitende Industrie in Ostwestfalen. Im Jahre 1966 wurde sie geschlossen. Mit der flächendeckenden Einführung der Zentralheizungen wurden fast alle Öfen verschrottet und eingeschmolzen. Obwohl die Holter Hütte in ihrer Glanzzeit  rund 10.000 Öfen pro Jahr  fertigte, sind heute Fundstücke recht selten. Diese Raritäten müssen liebevoll restauriert werden. Auch  die zahlreichen Gebäude wurden abgerissen, bis auf eines. Der Verein verfolgt mit Akribie und Ausdauer das Ziel, darin ein Industriemuseum zu errichten, das auch  außerschulischer Lernort werden soll. „Das ist sehr wichtig für die mit Komfort und Technik verwöhnte, heutige Generation“, meinten die meisten Teilnehmer und bestätigten  so auch mehrfach   die allgemeine Zufriedenheit mit dem lohnenden Besuch.

Im Rathaus der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock unterhält der Verein eine Dauerausstellung mit rund 70  Exponaten. Sie ist während der Bürozeiten des Rathauses frei zugänglich und zeigt nachdrücklich die kreative Vielfalt der Holter Eisenhütte. Die meisten Besucher nahmen sich vor, dort weitere Eindrücke zu sammeln.

Die nächste Veranstaltung der AG 60 plus wird am 18. Februar stattfinden. Bürgermeister Becker wird über die aktuelle Ortspolitik berichten, und der Vorstand wird das weitere Jahresprogramm der AG 60 plus vorstellen.

SPD-AG 60 plus Oerlinghausen in der Bielefelder Kunsthalle

Das Großplakat im Foyer nennt die beteiligten Künstlerinnen
Das Großplakat nennt die beteiligten Künstlerinnen

Was gibt es Schöneres, als dass eine große Besuchergruppe einer Kunstausstellung einhellig des Lobes voll nach Hause geht?

Diese Rückmeldung erfuhren die Organisatoren dieser Veranstaltung, Rudi Doil und Bruno-Heinz Weber,  nach dem kompetent und erfrischend geführten Rundgang durch die Ausstellung „Einfühlung und Abstraktion – Die Moderne der Frauen in Deutschland“ in der Bielefelder Kunsthalle.

Diese exemplarische, abwechslungsreiche und didaktische Aufbereitung des Problems der Vernachlässigung und Missachtung der künstlerischen Leistung der meisten Malerinnen in den letzten 150 Jahren zeigt Exponate von mehr als 25 Künstlerinnen. Von diesen waren allgemein 4 oder 5 Namen bekannt und geläufig. Umso mehr weckten die ausgewählten und weithin unbekannten Malerinnen die Aufmerksamkeit der Seniorinnen und Senioren. Beherzt und überzeugend zeigte die begleitende Kunsthistorikerin die Impulse und experimentierenden Wegbereitungen der weiblichen Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Malerei des letzten Jahrhunderts auf. Und weil dies nicht an einem Besuchstermin voll zu erfassen ist und viele Fragen offenlässt, sagte mancher aus der Gruppe: „Ich komme wieder, um in Ruhe weiter auf Entdeckungsreise zu gehen!“

„Tag der älteren Generation“ Die SPD-AG 60plus war dabei

Auch die SPD-AG 60plus war auf dem Rathausplatz mit einem Stand beim „Tag der älteren Generation“ vertreten. Bruno Weber hatte mit seinem  Vorstandsteam einiges vorbereitet: Sonnenschirm mit SPD-Logo, Tisch, Bank und Plakatständer (von Georg Bergmann gebaut) sowie  SPD-Werbeartikel, Flyer und Plakate, auf denen die Anliegen und  Aktivitäten der AG vorgestellt wurden. Erika Obermark und Doris Letmathe hatten für Kaffee und Zubehör gesorgt. Mancher Besucher blieb stehen und informierte sich über die Arbeit der AG 60plus. Zusätzlich „mischte“ sich  Bruno Weber „unters Volk“, um die Gelegenheit für weitere Werbung zu nutzen.

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